Thomas Bode
Musikalischer Background: Als ich 1985 mein Sparbuch plünderte, um mir mein erstes Schlagzeug zu kaufen, hätte ich nicht zu träumen gewagt, als ich den heimischen Keller meiner Eltern mit den Trommeln jemals verlassen könnte (nochmal ein ausgeprägtes "Sorry" an die Familie und die Nachbarn für den unertäglichen Lärm...). Ich quälte mein bescheidenes Tama-Swingstar mit den üblen Meinl-Becken tage - und wochenlang und kam doch nicht wirklich weiter. Erst Jo Welle, der Dülmener Ausnahmetrommler, konnte mich mit seinem Unterricht erheblich weiter bringen. 1987-1992 spielte mein Tama mit mir bei Malibu - Deutschrock aus Dülmen (das war eine echt schöne Zeit!). Nach Auflösung der Band und Pause von einem halben Jahr startete The Daily Manic, die Band, von der noch große Teile heute bei YAP spielen. Nach anfänglicher Hochblüte mit vielen kleineren Auftritten ging es jedoch mit den Manics stark bergab. Musikalisch brachten die Jahre in dieser Combo allerdings viel: An Experimenten hat es nicht gemangelt! 2002 gab es dann entscheidende strukturelle Veränderungen: The Daily Manic lösten sich auf, und ohne die zufällige Gründung von YAP wäre meine Trommel (mittlerweile ein seltenes silbernes Yamaha-Set mit zu vielen (sagen die anderen immer) Becken) heute sicherlich ein Waisenkind.
Die Vorbilder: Weich werde ich bei Manu Katché und Simon Phillips.
Die Lieblingsmucke: Schwer zu sagen, da ich fast alles höre. Herausragend von Arrangement, Besetzung und vor allem Liveact ist für mich aber Peter Gabriel.
Karsten über Thomas
Trotzdem er das lauteste Instrument spielt, ist Thomas der ruhende Pol in der Band. Er wirkt ausgeglichen und ruhig. Doch der Schein trügt. Sein wahres Ich lässt er raus, wenn er hinter seiner Schießbude sitzt. Wer bei seinem Groove nicht irgendein Körperteil mitwippen lässt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Wenn ich bei der Probe mal ein Lied der Kategorie "Hardrock" anstimme, kennt Thomas garantiert den Text und gibt diesen dann auch zum Besten. Das zeigt sein großes, vielfältiges Interesse an Musik. Denn wer Led Zeppelin Songs in bester Robert Plant Manier singt und dann auch noch zu Simply Red-Konzerten geht, der muss über einen großen Musikhorizont verfügen. Und genau das spiegelt sich auch in seinem sehr facettenreichen Schlagzeugstil wieder. Mal lammfromm, mal teuflisch wild. Genau das richtige für YAP!


